In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.
Sagt das Peter-Prinzip des Autors Raymond Hull. Und von außen betrachtet wirkt es, als folge Tom Jacobi eben diesem Prinzip. Wie heute bekannt wurde, verlässt der 52-jährige das Verlagshaus Gruner + Jahr, wo er lange Art Director des Stern und zuletzt auch Chefredakteur von View war.
In der Printmedien-Branche genießt Jacobi hohes Ansehen. Und das auch zurecht. Seit 2000 war der gelernte Fotojournalist, der zuvor schon einmal 10 Jahre lang für das Wochenmagazin fotografierte, für die Optik des Stern verantwortlich. Intern nannte man ihn das Auge. Offensichtlich wollte Jacobi aber mehr. Also übertrug man ihm die redaktionelle Verantwortung für die Neuentwicklung View. Das passte auch durchaus noch ins Profil des Art Directors, der seine Nase zunehmend hoch trug.
Ich habe Tom Jacobi offen gestanden nie kennengelernt. Aber ich stand auf so mancher Veranstaltung vor, neben und manchmal auch hinter ihm. Umgeben von jungen Häschen ließ er sich da immer gern bewundern. Ich will nicht sagen, dass er ausgesprochen hochnäsig wirkte. Aber er wirkte ausgesprochen hochnäsig. Und das nicht nur, weil er selbst sehr hoch ist. Ich tippe auf mindestens 1,95 Meter.
Nun wechselt der offensichtlich weiterhin sehr karriere-ambitionierte Jacobi in den Vorstand des Hamburger Immobilien-Unternehmens Engel & Völkers. Dort ist er künftig zuständig fürs Marketing. Was einen Fotojournalisten mit einem erwiesenermaßen guten Händchen für die Optik von Magazinen nun aber befähigt, das Marketing eines Immobilien-Maklers zu verantworten, erschließt sich mir eher nicht. Daher dachte ich sehr schnell an das Peter-Prinzip.

Nachdem sich die WAZ-Gruppe in den vergangenen Jahren sehr auf ihr Tageszeitungsgeschäft konzentriert hat, liegt der Fokus nun wieder auf dem Segment Zeitschriften. Dafür holte man sich eigens den 
Play Vanilla, die Computerspielezeitschrift für Mädchen (








