Texte aus der Kategorie 'Frisch vom Boulevard'

Fürs Protokoll

Max tot.

Ulf weg.

Frage mich, ob die Verkündung des neuen Spiegel-Chefs ähnlich genial inszeniert wird, wie das dem FC Bayern bei Klinsi gelungen ist.

| Freitag, 11. Januar 2008 | 23:25
Frisch vom Boulevard | Kommentieren

Kleber klebt am heute-journal

Das spannendste an der Absage von Claus Kleber, Chef vom SPIEGEL zu werden, ist die Begründung:

Wir stehen mit dem ‘heute-journal’, mit unseren Nachrichtensendungen im ZDF an der Schwelle des digitalen Zeitalters. In einem Jahr senden wir mit neuester Technik aus dem modernsten News-Studio Europas. Die Informationsgesellschaft wird sich verändern, ein ungeheuer spannender Prozess. Den will ich zusammen mit meinem Team gestalten.

Heißt doch eigentlich: Print ist tot, oder?

| Donnerstag, 13. Dezember 2007 | 00:22
Frisch vom Boulevard | 1 Kommentar

Vom heute journal zum SPIEGEL

Soso. Claus Kleber soll also den SPIEGEL als Chefredakteur übernehmen. Melden FAZ und kress. Und Thomas Knüwer hat eigentlich schon alles geschrieben, was mir dazu einfällt. Was mich in dem Zusammenhang interessiert: Wie kommt Kleber zu der Selbsteinschätzung, das zu können? Spannend.

Updade 12. Dezember: Nun hat er doch abgesagt. Nachdem man beim ZDF schon angekündigt hatte, um Kleber kämpfen zu wollen, bleibt er nun auch in Mainz. Autsch, tönt es aus der Brandstwiete.

admin | Freitag, 07. Dezember 2007 | 15:53
Frisch vom Boulevard | 4 Kommentare

Vanity Fair wird billiger

Natürlich nicht im Verkauf. Aber in der Produktion. Ab Januar erscheint das Heft nicht mehr in der bisherigen Klebe-Bindung, sondern mit der klassischen Drahtrückenstichheftung. Also geklammert, wie wir Profis sagen.

Das hat zwei Vorteile: Die Produktion wird etwas schneller, da kein Kleber trocknen muss. Das könnte der Aktualität des Magazins helfen. Vor allem wird Sie aber auch billiger. Immerhin ein bis zwei Cent pro Exemplar. Bei nur einem Cent und 200.000 gedruckten Exemplaren sind das im Jahr auch schlappe 100.000 Euro. Kann man machen.

admin | Freitag, 07. Dezember 2007 | 12:01
Frisch vom Boulevard, Spaß mit Zahlen | 2 Kommentare

Sie haben es geschafft

Glaubte man ja gar nicht mehr: Seit Jahren wurde spekuliert, wann Gruner & Jahr das Wirtschaftsmagazin Capital endlich wieder monatlich erscheinen lässt. 2000 wurde wegen des Anzeigenbooms von monatlicher auf 14-tägige Erscheinungsweise umgestellt. Doch der Boom währte nicht lang, insbesondere Wirtschaftsmagazine unterlagen viele Jahre einer richtigen Anzeigenflaute.
Zuletzt kochten die Spekulationen noch einmal hoch, als das Magazin, dass von Klaus Schweinsberg redaktionell geführt wird, gerelauncht wurde. Jetzt, ein bisschen mehr als ein Jahr später, haben sich die Verlagsoberen endlich durchgerungen:
Laut Kress (Kein Link, weil kein Permalink möglich) kommt Capital ab 2008 wieder monatlich.

| Freitag, 23. November 2007 | 00:18
Frisch vom Boulevard | 1 Kommentar

Das Aus für Aust

stefan_aust.jpgDer Hammer des Tages, er kommt aus Hamburg: Stefan Aust muss gehen. Sein Vertrag als Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Spiegel wurde vorzeitig beendet und endet spätestens am 31. Dezember 2008. Allerdings unwahrscheinlich, dass er bis Ende nächsten Jahres die Geschäfte weiter führen wird.

Das haben die Gesellschafter des Spiegel-Verlages einvernehmlich beschlossen. Die Initiative dazu ging laut einer Pressemitteilung von der Mitarbeiter KG aus. Am Spiegel-Verlag ist die Mitarbeiter-KG mehrheitlich beteiligt. Aust und der Spiegel-Verlag waren laut wuv.de für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Blicken wir doch noch einmal zurück: Seit Dezember 1994 ist der 61-Jährige Chefredakteur des Spiegel. Zuvor war er sechs Jahre lang Chefredakteur von Spiegel TV. Er wurde damals gegen viele Widerstände von Herausgeber und Spiegel-Gründer Rudolf Augstein ins Amt berufen. Der starb 2002.

Vor zwei Jahren hatte Stefan Aust dann von dem Verlag folgenden Vertrag erhalten: Nach einer Amtszeit von drei Jahren – Ende 2008 – sollte sich der Vertrag um zwei weitere Jahre verlängern, solange die Gesellschafter nichts anderes beschlössen. Jetzt haben die Gesellschafter offenbar die Option gezogen, den Vertrag von Aust vorzeitig zum Ende nächsten Jahres zu kündigen. Der Geschäftsführer Mario Frank darf nun endlich einen Nachfolger suchen.

Überraschend ist, dass sich nun die Mitarbeiter, also insbesondere die Redaktion für eine Ablösung von Aust eingesetzt haben. Hintergrund: Aust war zwar für viele der Mitarbeiter unbequem, doch der Erfolg des Magazins machte ihn schwer angreifbar.

Laut Informationen von kress.de gab es in der heutigen Redaktionskonferenz bereits Anzeichen für die Personalie. Vize-Chef Joachim Preuß habe dort erzählt, Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank habe die Nachfolgersuche bereits in Angriff genommen. In der Pressemitteilung heißt es:

Über eine Nachfolge wird zu gegebener Zeit informiert.

Foto: Spiegel-Verlag

| Donnerstag, 15. November 2007 | 19:07
Frisch vom Boulevard | 3 Kommentare

Spiesser-Stawowy geht

Es warten neue Herausforderungen, heißt es. Deshalb geht Peter Stawowy zum Ende des Jahres weg vom Jugendmagazin “Spiesser”. Wohin weiß man nicht, wer folgt ebenfalls nicht. Klingt alles ein bisschen überstürzt. Oder?

| Mittwoch, 14. November 2007 | 20:51
Frisch vom Boulevard | 3 Kommentare

Bravo ist out!

Jugendzeitschriften haben es schwer. Deshalb war die Freude groß, als es vor einigen Jahren plötzlich Tokio Hotel gab. Endlich wieder eine Band, die man auf das Cover von Bravo und Co. bringen konnte. Und die jungen Menschen dankten es und ließen die Auflagen steigen. Doch leider ist es damit derzeit wieder vorbei. Die Zielgruppe von damals ist aus dem Bravo-Alter heraus und auch die Euphorie um die Band aus Magdeburg scheint sich (zumindest in Deutschland) gelegt zu haben. Die Auflagen der großen Player stürzen (wieder einmal) ab.

Wie schwer es Jugendzeitschriften haben, beschreibt dieser Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Viola Schenz.

| Dienstag, 06. November 2007 | 12:59
Frisch vom Boulevard, Telekolleg Zeitschriften | Kommentieren

Besser spät als nie?

Es war im Jahr 2000, da führte Bettina Wündrich als Chefredakteurin von VOGUE Business das Pocket-Format in Deutschland ein. Als Chefredakteurin von Glamour zeigte Sie, dass man ein regelmäßiges Magazin erfolgreich als Mini herausgeben kann. Etliche Verlage haben seither nennenswerte Verkaufserfolge mit den handtaschenfreundlichen Frauenzeitschriften erzielt.

Und jetzt? Jetzt kommen auch die Verantwortlichen im Jahreszeitenverlag auf den Trichter. Petra erscheint im Dezember und Januar mit zusätzlicher Pocket-Ausgabe. Damit, so heißt es, solle das Objekt gestärkt, der Verkauf angekurbelt werden. Wow! Deutsche Verlage – ein Hort der Innovation, Kreativität und Zukunftsfähigkeit.

admin | Montag, 08. Oktober 2007 | 12:24
Frisch vom Boulevard, Insider-Humor | 2 Kommentare

Neues von Brandeins

Es gibt was Neues von meiner Lieblingswirtschaftszeitschrift “Brandeins“:  Und zwar “Neuland“. Das soll der regionale Ableger des Magazins werden, der vier bis sechsmal im Jahr erscheinen wird. Wer mehr erfahren möchte, lese bitte hier.

| Freitag, 05. Oktober 2007 | 11:16
Frisch vom Boulevard | 2 Kommentare

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