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Vom heute journal zum SPIEGEL

Soso. Claus Kleber soll also den SPIEGEL als Chefredakteur übernehmen. Melden FAZ und kress. Und Thomas Knüwer hat eigentlich schon alles geschrieben, was mir dazu einfällt. Was mich in dem Zusammenhang interessiert: Wie kommt Kleber zu der Selbsteinschätzung, das zu können? Spannend.

Updade 12. Dezember: Nun hat er doch abgesagt. Nachdem man beim ZDF schon angekündigt hatte, um Kleber kämpfen zu wollen, bleibt er nun auch in Mainz. Autsch, tönt es aus der Brandstwiete.

admin | Freitag, 07. Dezember 2007 | 15:53
Frisch vom Boulevard | 4 Kommentare

Richie RICH beim Amtsgericht

Ach je. Ich habe an RICH geglaubt. Das war ein Magazin, wie es selten welche gab. Und doch – nach nur drei Ausgaben hat Verleger Christian Geltenpoth es nicht vermocht, ein tragfähiges Finanzierungskonzept aufzustellen, wie werben & verkaufen gestern melden musste. Nach kolportierten Geschichten über Kündigungen und spät bezahlte Rechnungen habe man demnach nun den Insolvenz-Antrag gestellt.

Und das, wo es in den letzten Wochen doch immer wieder bemühte Erfolgsmeldungen gab. Burda freute sich, für RICH arbeiten zu dürfen, einen Ableger in Österreich sollte es geben. Gerade bei letzter Meldung merkte ich auf.

Es ist ja nun so, dass ein Magazin klassischerweise zwei bis fünf Jahre braucht, um den ersten Euro zu verdienen. Das muss so. Expansionspläne nach der zweiten Ausgabe machen mich immer misstrauisch.

Übrigens ist die dritte nach meiner empirischen Statistik regelmäßig die letzte Ausgabe erfolgloser Magazine. Das ist nämlich der Zeitpunkt, zu dem sich die Rechnungen für die Produktion der ersten beiden Hefte türmen, aber klar wird, dass die Einnahmen vielleicht nicht so üppig sprudeln wie erwartet.

admin | Freitag, 07. Dezember 2007 | 12:22
Todesanzeigen | 2 Kommentare

Vanity Fair wird billiger

Natürlich nicht im Verkauf. Aber in der Produktion. Ab Januar erscheint das Heft nicht mehr in der bisherigen Klebe-Bindung, sondern mit der klassischen Drahtrückenstichheftung. Also geklammert, wie wir Profis sagen.

Das hat zwei Vorteile: Die Produktion wird etwas schneller, da kein Kleber trocknen muss. Das könnte der Aktualität des Magazins helfen. Vor allem wird Sie aber auch billiger. Immerhin ein bis zwei Cent pro Exemplar. Bei nur einem Cent und 200.000 gedruckten Exemplaren sind das im Jahr auch schlappe 100.000 Euro. Kann man machen.

admin | Freitag, 07. Dezember 2007 | 12:01
Frisch vom Boulevard, Spaß mit Zahlen | 2 Kommentare

Der Blick in die Zukunft

Live von der Jahrestagung Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Das Thema des zweitägigen Branchentreffs heißt “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt″

“Lessons from the Future” ist das Thema von Wolfgang Grulke, Autor und Zukunftsforscher.

Märkte drehen sich nicht mehr um Platformen, Kanäle, Distributionswege. Vielmehr geht es um Produkte, um Inhalte. Wer sich auf die Kanäle ihres Transports konzentrieren will, macht einen Fehler.

Die Zugangshürden werden immer niedriger. Daher wird es immer weniger große Unternehmen geben, die einen Markt beherrschen. Vielmehr werden die Märkte von vielen kleinen Firmen bestimmt. Gleichsam werden die Konsumenten im Netz auch zu Produzenten. Wer hier noch erfolgreich Wirtschaften will, muss lernen und umdenken.

Vier Lehren der Vergangenheit fasst er für die Zukunft zusammen:

  1. Multiple Plattformen machen das Geschäft – Wer erfolgreich sein will, nutzt alle Kanäle in alle Märkte und er lässt seine Kunden mitreden. Denn heute zeichnet sich ab, dass Nutzer anderen Nutzern mehr trauen als großen Marken.
  2. Unordnung ist die neue Ordnung – Zukunft lässt sich immer weniger planen. Also ist Planung nutzlos. Kurzfristige Reaktion ist gefragt. Ebenso wie die stete Bereitschaft zur Innovation und das Sicheinlassen auf neue Technologien.
  3. Nutzergenerierter Inhalt ist ein berechenbarer Tsunami – Nutzer sind zu schätzen, was sie tun, ist zu lieben. Nur mit dieser Attitüde lässt sich noch erfolgreich wirtschaften.
  4. Make Money from Free to Fee – Infrastruktur und Produkte sind für Nutzer kein Geld mehr wert. Kunden zahlen für exklusive Nutzen. Die gilt es zu entwickeln und vermarkten.

Was sieht die Zukunft der Print-Medien aus? – Das hält Grulke für die vollkommen falsche Frage. Die richtige Fragestellung dreht sich um Inhalte, Medien und Kunden. Und Kunden. Und Kunden. Wer sie erreichen will, muss sich strecken, sich anstrengen. Egal, ob auf Papier oder im Netz.

Dabei hat sich eines ganz entscheidend verändert – das klassische Beziehungsgeflecht von wenigen Sendern und vielen Empfängern. Kunden-Netzwerke werden dezentral, weil jeder Sender gleichsam Empfänger ist, jeder Empfänger ein potenzieller Sender.

Die Musik-Industrie gibt ein schönes Beispiel ab. Ihre Entwicklung ist Vorbild für viele andere Branchen, die die Veränderung noch vor sich haben. Der Musikmarkt wächst weltweit. Die Platten-Industrie nicht. Sie hatte nicht die richtigen Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Das war ihr Urteil. Sie hat den Anschluss an den Markt verloren.

Produkte, Qualität und Menschen – das waren die Inhalte des Geschäftes in den Neunzigern. Schon heute gehr es um Services, Inhalte und Beziehungen. Und in Zukunft? Redet niemand mehr über Fernsehen oder Zeitschriften.

Kluge Recherche, dynamische Inhalte, Menschliche Markte, kostenlose Kanäle, neue Business-Modelle – das sind die Schlagworte des Zukunftsforschers in 20 Jahren.

Im Grunde gilt: Nichts bleibt, wie es war, Märkte sind in Bewegung, Nutzer gewinnen macht und für die Distributionskanäle für Information zahlt niemand mehr Geld. Und diese Entwicklung hat gerade erst begonnen. Es gilt der Darwinismus als oberstes Prinzip, nachdem der erfolgreich überlebt, der sich am besten anpasst an die neue Welt.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 15:51
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Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte

Live von der Jahrestagung Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Das Thema des zweitägigen Branchentreffs heißt “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt″

Die Elefantenrunde diskutiert nun das Thema. Die Teilnehmer:

Die eindrucksvollste Erinnerung aus der Elefantenrunde ist die Moderation von Frank Thomsen. Spontan, frech, interessiert. So quittierte er die Abwesenheit von Condé-Nast-Geschäftsführer Bernd Runge mit der Frage “Muss er Vanity Fair retten?” an dessen Vertreter. Und machte auch vor der Provokation seines neben ihm sitzenden Vorstandes nicht Halt.

Ansonsten hielten sich Konflikte und Erkenntniswert in Grenzen. Beide Medien haben Vor- und Nachteile, die man gut miteinander verbinden muss. Ebenso wie die Medienkonvergenz, also die Vermischung der verschiedenen Darstellungsformen, viele Chancen biete. Entscheidend sei die Glaubwürdigkeit der Medienmarken.

Unterhaltsam war da schon der Schaukampf zwischen Bernd Buchholz und York von Heimburg, die sich gegenseitig anfrotzelten. Der eine sei zu apokalyptisch (Buchholz über Heimburg), was Print betrifft, der andere viel zu altbacken und zu inkonsequent bei der Eroberung von Online. Selten wurde Giovanni di Lorenzo so an die Wand gespielt, der sich im Übrigen hier von seiner Rolle als Online-Verächter zu distanzieren versucht.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 12:54
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Die Zukunft von Print in der digitalen Welt

Live von der Jahrestagung Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Das Thema des zweitägigen Branchentreffs heißt “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt″

Sehr ausführlich und mit vielen Marktforschungserkenntnissen unterlegt, referiert Renate Köcher, Geschäftsführerin vom Institut für Demoskopie Allensbach, über die Nutzung von Print und Online. Dabei stellt sie fest, dass es nur eine marginale Kannibalisierung gibt. Vielmehr haben beide Gattungen sehr unterschiedliche Funktionen. Diesen Umstand, so ihr kleiner Nackenschlag, finde sie in den vermeintlichen Strategien der Verlage kaum berücksichtigt.

Entscheidend sei aber, dass es keine allgemeingültige Aussage geben könne, da die Mediennutzungs-Gewohnheiten der zielgruppenspezifisch seien. So gebe es Print-Titel, die relativ unbeeindruckt neben dem Internet existieren. Andere hingegen verlieren tatsächlich Leser an das digitale Medium.

Wo Verlage sowohl in Print als auch online relativ erfolgreich seien, gebe es eine sehr interessante Beobachtung: Die Nutzer beider Medien sind nicht die selben. Sie sind aber ziemlich deckungsgleich, was Einkommen, Interessen und andere Merkmale betreffe.

Köcher endet mit einem Apell, die Herausforderung Online anzunehmen. Denn das erfolgreiche Bestehen von Print in der Medienwelt sei ein enscheidender Faktor für den Bildungsstand und die Urteilsfähigkeit der Gesellschaft.

Es folgt die Elefantenrunde mit der Diskussion zum Thema.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 11:58
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Schächter und das Netz

Live von der Jahrestagung Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Das Thema des zweitägigen Branchentreffs heißt “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt″

Der Drang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Internet, das die Print-Branche als ihr klasisches Zuhause betrachtet, ist eines der heutigen Kernthemen. Hubert Burda hat das Missfallen der Branche sehr deutlich ausgedrückt.

Nun übernimmt ZDF-Intendant Markus Schächter das Mikrofon und reagiert. Langatmig, redundant, eindimensional. Mit acht mehr als ausführlich vorgetragenen Thesen langweilt er das Publikum, dass sich in kleinen Grüppchen schon jetzt zunehmend vor dem Saal zum Kaffee-Smalltalk trifft.

Niemand, der ein breites Publikum erreichen wolle, könne auf Angebote im Internet verzichten. Neue Mediennutzungsgewohnheiten und die zunehmende Konvergenz der Medienformen stehen dem entgegen. Den Öfis bleibe also gar keine andere Wahl, als ins Netz zu gehen.

Darin sieht Schächter sich auch durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt. Dies habe bestätigt, dass sich der Begriff des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auf einen medialen Distributionsweg beschränke, sondern einen Funktionsauftrag darstelle.

Außerdem verzichte das ZDF ja auf Werbevermarktung und eCommerce, also alles halb so wild. Und schließlich brauche die komplexe Nachrichtenwelt ja kompetente Nachrichtenvermittler wie ARD und ZDF. Hmmm.
Wenn Schächter die Verleger davon überzeugen wollte, dass alles in bester Ordnung ist, hat er wohl versagt. Überzeugt wirkt niemand. Eher gelangweilt.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 11:02
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Die Begrüßung

Live von der Jahrestagung Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Das Thema des zweitägigen Branchentreffs heißt “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt″

“Wir haben Mut, wir haben Geld, wir haben Strategie.” Nein, mit kleinen Worten wird der Kongress heute nicht eröffnet. VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner griff gleich mal die Worte von Tagesmoderator Klaus Schweinsberg, im Hauptberuf Capital-Chefredakteur, auf.

Ein besonderes Willkommen erfährt ZDF-Intendant Markus Schächter, der nachher über Online Kooperationen sprechen wird. Da gab es in den letzten Wochen ja ganz besondere Avancen der öffentlich-rechtlichen Sender.

Und natürlich bleibt auch Angela Merkels morgiges Erscheinen nicht unerwähnt, zeige es doch “den guten Draht des VDZ in die Politik”. Und schwups übernimmt Hubert Burda das Mikrofon.

Der ehrt mit salbungsvollen Worten zunächst Karl-Dietrich Seikel. Der ehemalige Spiegel-Manager und Vorsitzende des Fachverbandes Publikumszeitschriften im VDZ habe der Branche durch sein wirken wie kaum ein anderer positiv geprägt.

Nun geht’s ums Grundsätzliche. Und irgendetwas habe ich verpasst. Denn seit 1994, so Burda, habe die Branche die Herausforderungen der digitalen Zukunft erkannt und aktiv angepackt. Hmmm. Nunja. Das muss dann wohl sehr im Verborgenen gelaufen sein. Ich beobachte eigentlich seit Jahren nur Aktionismus, der sich mit Panik und demonstrativer Gelassenheit abwechselt. Wenige Beispiele stehen dem entgegen.

Ansonsten huberts da ein bisschen durcheinander von der Bühne. Und trotzdem gehört Burda zu den wenigen, die sich tatsächlich ernsthaft mit der digitalen Zukunft auseinandersetzt. Der alte Mann weiß sicher mehr über das, was da im Netz passiert, als der Durchschnitt der Verlagsmanager, der da vor ihm sitzt und 20 Jahre jünger ist.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 10:26
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Heute live

Zeitschriftentage

In Berlin finden erneut die Zeitschriftentage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) statt. Zwei Tage lang treffen sich führende und andere Köpfe der deutschen Print-Industrie und reden über “Die Zukunft von Print in der digitalen Welt”. Eines meiner Leib- und Magenthemen also. Ich werde heute live aus dem Branchentreff berichten.

Bahnstreik und die Wettersituation an süddeutschen Flughäfen lassen die Veranstaltung verspätet beginnen.

admin | Donnerstag, 15. November 2007 | 10:00
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Podium in der Diskussionskrise

Fast live von den Medientagen München (in den Sälen stehen keine Steckdosen zur Verfügung)

Es sollte um die Kreativitätskrise der Verlage gehen. Verbunden mit der Fragestellung: “Warum zu viel Marketing und Marktforschung den Printhäusern schadet”. Und sehen wir mal von der mangelnden Grammatik ab. Sehen wir gern auch davon ab, dass zu viel Marketing selten ein Problem war. Allein die Beleuchtung der Frage, inwieweit die Marktforschung der großen Medienhäuser Kreativität im Keim erstickt, kann ja höchst interessant sein. Insbesondere in Zeiten, in denen der Medienkonsum solchen Umwerfungen unterliegt wie derzeit.

Ich hatte selbst einst das Vergnügen, im Hause Gruner+Jahr an einigen ganz passablen Nullnummern mitzuwirken, die dann totgeforscht wurden, während das selbe Haus zur selben Zeit ein ganz furchterregendes Magazin startete, das folgerichtig nur wenige Ausgaben erlebte. Und Stefan Krüger, Chefredakteur des Branchenmagazins Werben & Verkaufen hatte durchaus Gäste auf dem Podium, die dazu wahrscheinlich Interessantes hätten sagen können:

Doch auch das interessanteste Podium ist natürlich relativ wertlos, wenn der Moderator immer ziemlich genau am Thema vorbei fragt.

Einig waren sich die Diskutanten ausnahmsweise mal in der Einsicht, dass die großen Printtitel in der Krise stecken. Auflagen und Brutto-Werbeeinnahmen sinken kontinuierlich. Und das weit umfangreicher als offiziell verlautbart. Denn natürlich werden die Auflagen mit Sonderverkäufen und Bordexemplaren geschönt. Und da die Brutto-Netto-Schere immer weiter aufgeht (also der Unterschied zwischen den Listenpreis-basierten angenommenen Anzeigeneinnahmen und den tatsächlich realisierten Werbeumsätzen) dürfte auch das Minus auf der Seite der Anzeigeneinnahmen weit größer sein.

Und einhellig beklagten die Podiumsteilnehmer auch, dass Verlage fast nur noch von Kaufleuten regiert werden, während Vorstände mit journalistischem Profil immer seltener werden:

Da setzen ehemalige Vorstandsassistenten, die jetzt Vorstände sind, jemanden nur deshalb als Chefredakteur ein, weil er einen Adelstitel und ein angeblich gutes Telefonbuch führt. Manchmal sehe ich in den Vorständen eine souveräne Verachtung des Journalismus.

(Dr. Werner Funk zu inzwischen ja korrigierten Entscheidung, Alexander von Schönburg zum Park-Avenue-Chefredakteur zu machen).

Solche unterhaltsame Spitzen, regelmäßig von Funk geliefert, fanden ihren Rahmen in vollkommen absurden Bemerkungen wie der von Frank Pöpsel:

Blogs, ach Blogs (abschätzige Handbewegung) – also ich schreibe und redigiere lieber selbst.

Und man will nur rufen: Hä?

Ebenso, wenn die Herrschaften postulieren, dass kreative Magazine nur in kleinen Verlagen entstehen und dabei Beispiel nennen wie Cicero, das sich der Ringier-Verlag, immerhin das größte Medienunternehmen der Schweiz, als Liebhaberei leistet. Oder wenn im Rahmen einer Kreativitäts-Diskussion im Wesentlichen das Me-too-Modell diskutiert wird.

Marktforschung war immerhin auch noch Thema, wenn auch erst auf Publikumsnachfrage. Und auch da herrschte Einigkeit: Sie kann der Redaktion wohl die Schwächen eines Heftes aufzeigen, aber nicht konstruktiv zum Entstehen guter Magazine beitragen. Das war’s.

Ach, hätte das eine spannende Diskussion werden können. Wenn es doch nur ums Thema gegangen wäre und bei den Medienprofis nicht immer wieder diese bemitleidenswerte aus Desinteressiertheit geborene Unkenntnis Neuem gegenüber durchscheinen würde.

admin | Freitag, 09. November 2007 | 16:43
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