Texte vom Juli 2007

Strategisches bei Gruner+Jahr

Laut einem Artikel in der Berliner Zeitung ist die erste Ausgabe des Ebay-Magazins für Gruner+Jahr ein Erfolg gewesen. Hatte man den Werbekunden eine garantierte Auflage von 80.000 Heften versprochen, wurden bereits jetzt mehr als doppelt so viele Hefte verkauft. Das ist nicht schlecht und freut mich sogar, weil ich selbst dieses Magazin ja durchaus als gelungen bezeichnet habe. Und gelungenen Heften gönnt man Erfolg. So ist das nun einmal.

Doch wenn man weiter liest, dann bin ich mir nicht ganz so sicher, ob eine weitere Kooperation dieser Art ebenfalls funktionieren kann. Denn: Als nächste Print-Online-Kooperation hat man bereits Xing gewonnen. Ja, Xing, ehemals OpenBC. Denn vergleichbar ist die Präsenz der Marke Xing mit der von Ebay wohl eher nicht.

| Dienstag, 31. Juli 2007 | 10:39
Frisch vom Boulevard | 1 Kommentar

Die Besserwisser

Wenn sich “P.M.” jetzt erneuert, ist dies auch ein Versuch, die Position am heiß umkämpften Markt der Wissensmagazine zu sichern. Denn auch Zeitungen wie die “Süddeutsche” und die “Zeit” sind seit einigen Jahren mit spezialisierten Zeitschriften am Kiosk vertreten.

Der Tagesspiegel über den Rebrush von P.M..

admin | Mittwoch, 25. Juli 2007 | 09:30
Frisch vom Boulevard | Kommentieren

Zeitschriften sind super. Oder?

Ich habe eine wirklich anachronistische Angewohnheit. Lange Texte oder auch besonders schöne Texte, die ich im Internet finde, drucke ich mir aus. Ich bringe sie auf Papier, um sie später noch einmal zu lesen. In Ruhe, auf der Couch, im Taxi oder in der Bahn. Ich bin jung, ich führe ein Leben im Netz, ich blogge, ich betreibe Websites, mein Leben ist durchdigitalisiert. Aber ich drucke mir die schönen Seiten des Internets aus.

Thomas Escher vom CP-Blog hat mich gefragt, ob ich etwas darüber schreiben wolle, was die Zeitschrift andere Medien voraus habe. Nun, ich lebe vom Zeitschriften-Verlegen. Ich betreibe ein Blog, das sich mit Zeitschriften auseinandersetzt. Ich liebe Zeitschriften. Kurz: Ich fühlte mich kompetent und sagte zu. Und hier sind sie – meine Top 3 der Magazin-Vorteile.

1. Die Haptik

Ich mag es, Dinge in der Hand zu halten. Ich mag es, neugierig umzublättern, um zu erfahren, wie eine Geschichte weitergeht. Ich liebe es, Bilder auf Hochglanzpapier zu betrachten. Mit den Augen darüber zu fahren, um Details darin zu entdecken.

Das können nur Bücher und Zeitschriften. Im Fernsehen rauschen 25 Bilder in einer Sekunde an mir vorbei. Ich habe kaum eine Chance, an einem haften zu bleiben.

Im Internet bestimmt der Betreiber der Website, wie viel ich auf einem Bild erkenne. Und wenn ich blättere, dann immer mit dem Risiko, dass ein Link nicht funktioniert, ein Browser abschmiert oder etwas anderes meinen Genuss unterbricht.

Die Zeitschrift macht mich autark. Ich halte sie in der Hand. Ich spüre sie. Ich rieche ihr Papier, die Druckfarbe. Und ich bin der Bestimmer. Darüber, welche Werbung ich sehe. Darüber, wie viel ich auf einem Bild erkennen möchte. Ich mag dieses Gefühl.

2. Die Flexibilität

Ja, natürlich kann ich das Internet via Handy absurfen. Und ich tue das nicht selten. Aber ein Genuss ist das nicht. Bücher finde ich zu sperrig, um sie ständig mit mir herumzutragen. Fernseher auch. Und Radio höre ich seit meinem Tinitus nicht mehr unterwegs.

Aber Zeitschriften – hey, Zeitschriften lassen sich ja nun wirklich leicht an jeden Ort mitnehmen. Ich lese Magazine eigentlich überall. Im Taxi, im Flieger, in der Bahn, am Strand, im Wartezimmer, im Vorzimmer, selten sogar auf der Toilette. Und ich brauche nicht mal Strom dafür.

Ich liebe diese Flexibilität. Ich finde sie in keinem anderen Medium.

3. Das Bleibende

Wenn im Fernsehen oder Radio etwas schief geht, dann trösten sich Redakteure gern mit den Worten „Das versendet sich.“ Sie wissen um die Flüchtigkeit Ihrer Medien. Gesehen, gehört, vergessen. Natürlich gibt es gelegentlich Momente, die im Kopf hängen bleiben. Aber – ich kann sie kaum jemandem zeigen. Gelegentlich bedaure ich das. Meistens ist es egal.

Eine Zeitschrift bleibt. Wenn mir etwas gefällt, markiere ich es und lege es meiner Frau hin. Sie soll sehen, was mir gefiel. Manchmal reiße ich einzelne Seiten raus, um sie meinem Geschäftspartner mitzubringen. Oder um sie selbst aufzuheben, weil das, was da steht noch einmal nützlich sein könnte.

Das schönste: Ich weiß, dass es bleibt. Wie oft surfe ich meine Bookmarks ab und bemerke, dass das, was ich da aufheben wollte, nicht mehr existiert. Wie oft denke ich dann, es wäre besser gewesen, es auszudrucken.

Ja, das Internet hat auch sein Gedächtnis. Natürlich könnte ich zu archive.org gehen und nachsehen, was früher auf der Seite los war. Vielleicht würde ich die alten Informationen noch finden. Aber wie aufwändig ist das?

Den Spiegel sammle ich seit fast zehn Jahren. Gelegentlich greife ich gern in die Stapel und mache eine kleine Zeitreise. Mit den Händen. Erlebbar und gezielt.

Das Gros der Zeitschriften erscheint in Special-Interest-Märkten. Gerade hier legen Leser gern Archive an, um später wieder auf das Wissen zwischen den Seiten zurückgreifen zu können. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, keine Suchmaschine bedienen zu müssen. Und der Sicherheit, dass die Buchstaben genau an der Stelle sind, wo man sie zuletzt abgelegt hat.

Zugegeben – meine Top-3-Liste ist voll von „weichen Werten“, wie man das so schön nennt, was eher das Herz anspricht. Natürlich bieten andere Medien höheres Tempo, mehr Komfort und vor allem bietet das Medium Internet inzwischen eine geniale Konvergenz aus allen anderen.

Ich glaube trotzdem, dass Magazine noch lange nicht totgeweiht sind. Genau wegen dieser weichen Werte, wegen dieser Erlebnis-Faktoren. Mit Sicherheit werden es die großauflagigen General-Interest-Titel in den nächsten Jahren schwer haben, gegen das Internet zu bestehen. Sie müssen es schaffen, sich mit dem Medium zu verbünden.

In den Nischen aber sind gedruckte Magazine eine feste Größe. Die richtige Online-Strategie dürfte auch hier maßgeblich Einfluss auf Erfolg und Misserfolg haben, aber die Leser werden das bedruckte Papier nicht schmähen.

Oder?

admin | Dienstag, 24. Juli 2007 | 18:19
Aus berufenem Munde | 7 Kommentare

Mehr Titel für Riekel

Patricia Riekel ist eine fleißige Frau. Nicht weniger als drei Redaktionen unterstehen ihr direkt im Hause Burda. Als Chefredakteurin zeichnet sie für Bunte, Amica und InStyle verantwortlich. Da sich ja aber heute schon jeder Schülerzeitungsmacher Chefredakteur nennen darf, gibt’s für Frau Riekel noch einen weiteres Titel.

Wie Werben & Verkaufen gestern meldete, fungiert sie jetzt auch als Redaktionsdirektorin der Burda People Group. Als solche steht sie nun hierarchisch über den Chefredakteurinnen von Bunte, Amica und InStyle. Also quasi über… sich selbst. Toll. Das kann auch nicht jeder von sich behaupten.

Denn an den Aufgaben von Frau Riekel, so meldet es das W&V-Schwesterblatt Horizont, “solle sich dadurch nichts ändern”. Auch das lang schon kursierende Gerücht, sie wolle die InStyle-Chefredaktion an ihre Stellvertreterin abgeben, dementiert Riekel in W&V.

Ich erwäge nun, von den großen zu lernen und mich zusätzlich zum “Editorial Supervisor” im Zeitschriftenblog zu ernennen. Ich würde dann übergreifend Verantwortung für meine Tätigkeit als Betreiber des Blogs übernehmen.

admin | Dienstag, 24. Juli 2007 | 09:48
Frisch vom Boulevard, Insider-Humor | 5 Kommentare

Keine IVW für Vanity Fair

Man kommt ja, wenn es um Vanity Fair geht, aus dem Autsch-Sagen gar nicht mehr raus. An den Auflagen des Heftes gibt es erhebliche Zweifel. Niemand weiß so recht, wo der Verlag seine angeblich 120.000 Exemplare pro Ausgabe absetzt. Im Zeitschriftenhandel kaum.

Nun wollte Condé Nast, der herausgebende Verlag, Vanity Fair angeblich in die IVW bringen, den deutschen Auflagen-TÜV. Wer in die IVW kommen und seine Verkäufe damit testieren lassen möchte, muss sich an Spielregeln halten.

Eine davon – und die kennt jeder Depp, der schonmal die Aufnahme-Unterlagen in der Hand hielt – heißt: Keine Werbung mit der IVW bevor es tatsächlich testierte Zahlen gibt. Klar. Der Verein lebt von seiner Glaubwürdigkeit. Die gilt es zu erhalten. Daher darf man nicht einmal damit werben, dass ein Titel künftig IVW-geprüft sein werde.

Und was machen die Kaufleute von Condé Nast? Sie schreiben in die Mediadaten, also die Anzeigenpreisliste, für Vanity Fair: “Der Preis berechnet sich auf Basis der verkauften Auflage laut IVW. Bis zur IVW-geprüften Ausweisung bezieht sich der Preis auf die Druckauflage”.

Ergebnis: Laut Statuten der IVW gibt es für Vanity Fair eine Sperre bis zum Frühjahr 2008. Erst danach kann der Antrag bearbeitet werden. Einstweilen erwägt man nun bei Condé Nast, die Auflage bis dahin von Wirtschaftsprüfern testieren zu lassen.

Autsch. Autsch. Autsch.

Man könnte jetzt wild rumspekulieren, ob einem Verlagsmanager so ein doofer Fehler passieren kann. Oder ob man sich über den Umweg der Peinlichkeit bis März 2008 Luft verschafft hat, um die Auflage noch ein bisschen zu pushen. Aber das will ja auch niemand denken. Ist einfach dumm gelaufen.

(Quelle: DWDL)

24. Juli: Update bei Horizont

admin | Montag, 23. Juli 2007 | 22:24
Frisch vom Boulevard, Spaß mit Zahlen | Kommentieren

Blutleeres Standortmarketing

Metropolregion HamburgIch verstehe es nicht. Es will mir einfach nicht in den Kopf.

Die Arbeit ist immer die gleiche – ob ich nun ein schlechtes Magazin mache oder ein gutes. Am Aufwand lässt sich in der laufenden Produktion wenig sparen.

Und deswegen verstehe ich das Magazin der Metropolregion Hamburg nicht. Ich verstehe schon den sperrigen Titel nicht. Denn das Ding heißt wirklich so. Ich verstehe auch das Konzept der monothematischen Heftreihe nur schwer. Will wirklich jemand 84 Seiten zum Thema “Mobilität” in und um Hamburg lesen? Damit beschäftigt Ausgabe 5 der Heftreihe, die ich am Wochenende in einer Café-Auslage fand.

Und selbst wenn wir diese Frage mit “Ja” beantworten – muss man das Thema dann um Himmels willen so strunzlangweilig abarbeiten? Muss man tatsächlich schon mit dem ödesten Editorial der Welt beginnen? Muss man wirklich den Stadtentwicklungssenator mit den Worten “Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind eine entscheidende Voraussetzung für weiteres Wachstum” ins Heft einführen lassen?

Und wenn man das alles will – muss man es nach sieben Jahren brandeins im nunmehr 584. Layout-Klon des Wirtschaftsmagazins machen? Kann ein Verleger wirklich so leidenschaftslos sein, dass es ihm nicht furchtbar peinlich ist, sich auch noch in diese elend lange Schlange von Kopisten einzureihen?

Ich verstehe es nicht.

Herausgeber dieser unfassbaren Papierverschwendung sind der Verlag sowie die Stadt Hamburg. Und die Idee ist ja nicht einmal schlecht. Die Hansestadt ist einer der großen Globalisierungsgewinner in Deutschland, die Hafenwirtschaft wächst und in der Politik bewegt sich vieles.

Daraus kann man spannende Geschichten machen. Die würde ich auch tatsächlich in diesem Heft erwarten. Denn im Gesellschafterkreis des herausgebenden RegJo Verlages gibt es Werbe-Leute, die einst mit Kreativität in die Positiv-Schlagzeilen der Wirtschaftspresse kamen.

Aber was sie hier abliefern, ist ein Trauerspiel. Erzählt werden die klassischen Geschichten einer Wirtschaftsregion. Gelegentlich hat die Redaktion auch kleine Schätze ausgegraben. Aber alle – die Perlen wie die Klassiker – werden lieb- und farblos runtergeschrieben. Und dann in ein weitgehend abgekupfertes Layout gegossen. Keine Leidenschaft steckt in den Seiten.

Alles wirkt wie ein Akt großer Selbstbefriedigung. Der Senator sieht seine Politik auf gutem Hochglanzpapier, Journalisten freuen sich über die vielen Buchstaben, die ihnen zur Verfügung stehen. Und die Grafiker zeigen, dass sie eigentlich auch Wirtschaftsmagazine machen könnten. Ganz glatt, edel, mit wenig Farbeinsatz und vielen Weiß-Räumen.

Nur erreicht man damit nicht die Menschen, die so ein Magazin im Café mitnehmen. Dieses Heft bringt vielleicht ein paar anerkennende Klapse am Medienbuffet. Leser sicher nicht und das ist schade.

Man könnte doch so spannende Geschichten erzählen. Wenn man nur Leidenschaft für Magazine hätte und für die Leser produzieren würde. Aber so ist es vielleicht einfacher.

Ich verstehe es wirklich nicht.

admin | Montag, 23. Juli 2007 | 09:52
Zeitschriften im Test | 4 Kommentare

Ausdekoriert

DecorationMan sagt Angelika Jahr nicht zu unrecht nach, an ihren Magazinen zu hängen. Sie hat Wohn- und Esszeitschriften einst nach Deutschland gebracht und ganz neue Märkte entwickelt. Decoration war so ein Baby ihrer Verlagsgruppe, an dem sie hing.

Aber heute setzte der Verlag Gruner+Jahr einen Schlussstrich unter das Trauerspiel der Zeitschrift. Nach etlichen Versuchen, die Auflage zu pushen, blieb die Einsicht, dass die Verkaufszahlen nur einen Weg kennen – den nach unten. Auf der Verlags-Website gibt es das Objekt bereits nicht mehr.

Rund 4.000 Abonnenten verlor man in den zurückliegenden zwei Jahren. Zuletzt waren es etwa 7.200. Die Zahl der “harten Verkäufe”, also jener am Kiosk, lagen am Ende im Jahresschnitt bei 10.000 Heften pro Ausgabe. Damit war es Zeit, den edel produzierten Titel einzustellen. Ende August erscheint laut Horizont die letzte Nummer.

Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck, hat sich seinen Fallschirm ja bereits selbst gebastelt. Er wird seine Arbeitskraft dann künftig seiner Eigenentwicklung Dogs! widmen.

admin | Freitag, 20. Juli 2007 | 22:58
Todesanzeigen | 2 Kommentare

Häuser teurer

HäuserAntizyklisches Agieren ist ja etwas, das gern gepredigt, aber selten praktiziert wird. Gruner+Jahr hat heute so eine antizyklische Entscheidung bekannt gegeben.

Dem Magazin Häuser aus dem Hamburger Baumwall geht es gut. Die Zahl der Abonnenten liegt konstant über 18.500, am Kiosk steigen die Verkaufszahlen von Quartal zu Quartal auf zuletzt 33.620 Hefte (IVW II/07). Es gibt also keinen Grund zur Klage.

Trotzdem, oder eben gerade deswegen, erhöht der Verlag den Verkaufspreis des “6-mal jährlich erscheinenden High-Class Magazins für internationale Architektur, Design und Lebensart” (O-Ton G+J). Mit der aktuellen Ausgabe steigt er von 8 Euro auf 8,50 Euro. Ein bisschen wird im Gegenzug auch das Papier verbessert – von 80 g/qm auf 90 g/qm. Aber das kostet ja nun nicht die Welt, ist also eher ein bisschen Kosmetik.

Häuser ist nach 28 Jahren noch immer ein Platzhirsch. Und der Verlag nutzt die anhaltend gute Entwicklung, um die Ertragslage zu verbessern. Klugerweise warten die Verantwortlichen damit nicht, bis die Zeiten schlechter werden. Fein.

admin | Freitag, 20. Juli 2007 | 22:37
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Der First Mover movt inzwischen seltener

Wir glauben an die Zukunft des Mediums Internet und sind nun die First Mover im Bereich Frauen.

Sagte Guido Jurisch vor 10 Monaten. Damals startete sein Unternehmen mit viel Tamtam inBeauty, das “erste interaktive Trendmagazin für Frauen”.  Aufgemacht wie ein Printmagazin, Erscheinungsweise monatlich.

Ich habe mich damals gefragt, wer ein Magazin braucht, das man im Internet durchblättern kann. Offen gestanden, ist mir bis heute keine Antwort eingefallen. Den Machern aber wohl auch nicht.

inBeauty wird nur noch alle drei Monate aktualisiert. Was allein natürlich ein Anachronismus ist. Im Internet.

Aber ein bisschen schade auch. Die Macher haben durchaus ein paar pfiffige Ideen, wie ein Magazin online so aussehen kann. Bringt natürlich nicht viel, wenn es trotzdem keine Zielgruppe gibt.

admin | Dienstag, 17. Juli 2007 | 14:50
Frisch vom Boulevard | 2 Kommentare

Park Avenue ganz gut im Sattel

Park AvenuePuh. Die hatten ja ganz schön Angst bei Gruner-Jahr. Um den Stern und vor allem um Park Avenue. Vor dem Angriff von Vanity Fair. Nun entfacht ja Condé Nast bekanntermaßen keinen Sturm mit seinem Heft, eher ein laues Lüftchen.

Entsprechend unbeeindruckt zeigen sich die Zahlen der Wettbewerber.G+J ließ die Zahlen für Park Avenue erstmals im 2. Quartal dieses Jahres durch die IVW prüfen. Demnach gingen 89.750 Exemplare über die Ladentische. Wieviele es in welcher Verkaufssparte waren, ist bei der IVW derzeit noch nicht abrufbar. Wenn man aber zu Grunde legt, dass von den Vanity-Fair-Ausgaben 4 bis 6/2007 laut Hochrechnung gerade mal noch zwischen 55.000 und 75.000 Exemplare im Grosso abgesetzt wurden, dürften beide Hefte in einer ähnlichen Liga spielen.

admin | Dienstag, 17. Juli 2007 | 13:51
Frisch vom Boulevard | 5 Kommentare

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